In der 22. Ausgabe auf diesmal 40 Seiten findet ihr u.a. folgende Themen:
Ein doppelter Genosse über die Zukunft Außerordentliche Mitgliederversammlung Auf dem Weg zum Häuserrat Dachterrassen für alle! Ein ehemaliger „symbolischer“ Hausbesetzer DDR-Architektur ganz heutig So funktionieren unsere Minidemokratien
Die Online-Ausgabe könnt ihr wie immer bereits hier lesen. Das Heft in gedruckter Form landet in den nächsten Tagen in euren Briefkästen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team Der/Die SelbstBauerIn!
Am 21. Mai 2025 begrüßte Hof Prädikow eine Delegation des Fachbereichs Senioren des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
Als Vertreterin des Förderers war Frau Dr. Steffi Augter, Leiterin des Referats Mehrgenerationenhäuser des BMFSFJ, vor Ort, um sich ein Bild vom Mehrgenerationenprojekt in Prädikow zu machen.
Das „Kuchenkaiser“-Haus am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg ist ein herausragendes Beispiel für erfolgreiches zivilgesellschaftliches Engagement im Bereich des gemeinwohlorientierten Wohnens. Die Bewohner:innen der Gebäude in der Naunynstraße 46 Ecke Leuschnerdamm 43 haben sich zusammengeschlossen, um den drohenden Verkauf ihrer Häuser an renditeorientierte Investoren zu verhindern. Ihr Ziel war es, den Wohnraum dauerhaft zu sichern und sozialverträgliche Mietverhältnisse zu erhalten.
Urheber des Bildes: Hennig Stöve (Verwendung für Website freigegeben, nicht für Presse)
Durch intensive Verhandlungen gelang es den Mieter:innen, die Eigentümer:innen davon zu überzeugen, die Immobilien nicht auf dem freien Markt, sondern an die SelbstBau eG zu veräußern. Anfang April 2025 wurde mit uns ein Kaufvertrag abgeschlossen, der die Grundlage für die Schaffung von 26 weiteren Genossenschaftswohnungen bildet und den erfolgreichen Abschluss eines zweijährigen Engagements markiert. Diese werden langfristig bezahlbaren Wohnraum in einem sich stark wandelnden Stadtteil bieten.
Ein entscheidender Meilenstein war die Zusage der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen im März 2025, der SelbstBau e.G. Fördermittel für den Erwerb bereitzustellen sowie das Engagement der gesamten Hausgemeinschaft gemeinsam den notwendigen Genossenschaftsanteile für das Projekt zu sammeln. Dieses Projekt zeigt erneut eindrucksvoll, wie durch gemeinschaftliches Handeln und genossenschaftliche Strukturen Wohnraum dem spekulativen Immobilienmarkt entzogen und dauerhaft sozial gesichert werden kann – auch am Oranienplatz in Kreuzberg.
Wir begrüßen unsere neuen GenossInnen in XBerg und freuen uns sehr, dass ihr nun Teil der SelbstBau sein 🙂
Stiftung Edith Maryon und SelbstBau retten im Schulterschluss das Tuntenhaus
Das Tuntenhaus in der Kastanienallee 86 ist seit den frühen Neunzigern ein Zuhause und ein Gemeinschaftsort für queere Menschen in Berlin und heute eine der letzten Bastionen gegen Gentrifizierung in der Stadt. Durch den Sanierungsrückstau im Haus konnte der Bezirk ein bezirkliches Vorkaufsrecht begründen. Nach intensiven drei Monaten und dem hartnäckigen Engagement der Bewohner*innen und ihrer Community konnte die SelbstBau in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Edith Maryon eine Finanzierung mit dem Senat erarbeiten, die den Erwerb durch die Stiftung sowie die umfassende Sanierung durch beide Partner sicherstellt. Darauf aufbauend wurde am 15. Mai das Vorkaufsrecht erfolgreich ausgeübt.
Die SelbstBau gewinnt mit dem Tuntenhaus ein weiteres tolles Hausprojekt im Prenzlauer Berg und spannende genossenschaftliche Nachbar*innen für unsere Mitglieder in Kastanienallee und Oderbergerstraße. Und sie sichert dauerhaft ein einzigartiges Stück Berliner Kulturgeschichte und Schutzraum für queere Menschen. Sie übernimmt damit erneut wohnungspolitische Verantwortung für Berlin, den Kiez und weniger privilegierte Menschen.