Die neue SelbstBauerin ist da!

In der 22. Aus­gabe auf dies­mal 40 Seit­en find­et ihr u.a. fol­gende The­men:

Ein dop­pel­ter Genosse über die Zukun­ft
Außeror­dentliche Mit­gliederver­samm­lung
Auf dem Weg zum Häuser­rat
Dachter­rassen für alle!
Ein ehe­ma­liger „sym­bol­is­ch­er“ Haus­be­set­zer
DDR-Architek­tur ganz heutig
So funk­tion­ieren unsere Minidemokra­tien

Die Online-Aus­gabe kön­nt ihr wie immer bere­its hier lesen. Das Heft in gedruck­ter Form lan­det in den näch­sten Tagen in euren Briefkästen.

Viel Spaß beim Lesen wün­scht das Team Der/Die Selb­st­BauerIn!

22. Aus­gabe — Dezem­ber 2025 (.pdf 3,1 MB)

Besuch des Bundesministeriums auf Hof Prädikow

Am 21. Mai 2025 begrüßte Hof Prädikow eine Del­e­ga­tion des Fach­bere­ichs Senioren des Bun­desmin­is­teri­ums für Bil­dung, Fam­i­lie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

Als Vertreterin des Förder­ers war Frau Dr. Stef­fi Augter, Lei­t­erin des Refer­ats Mehrgen­er­a­tio­nen­häuser des BMFSFJ, vor Ort, um sich ein Bild vom Mehrgen­er­a­tio­nen­pro­jekt in Prädikow zu machen.

SelbstBau e.G. direkt am Oranienplatz in Kreuzberg

Das „Kuchenkaiser“-Haus am Oranien­platz in Berlin-Kreuzberg ist ein her­aus­ra­gen­des Beispiel für erfol­gre­ich­es zivilge­sellschaftlich­es Engage­ment im Bere­ich des gemein­wohlo­ri­en­tierten Wohnens. Die Bewohner:innen der Gebäude in der Naun­yn­straße 46 Ecke Leuschn­er­damm 43 haben sich zusam­mengeschlossen, um den dro­hen­den Verkauf ihrer Häuser an ren­di­te­ori­en­tierte Inve­storen zu ver­hin­dern. Ihr Ziel war es, den Wohn­raum dauer­haft zu sich­ern und sozialverträgliche Mietver­hält­nisse zu erhal­ten.

Durch inten­sive Ver­hand­lun­gen gelang es den Mieter:innen, die Eigentümer:innen davon zu überzeu­gen, die Immo­bilien nicht auf dem freien Markt, son­dern an die Selb­st­Bau eG zu veräußern. Anfang April 2025 wurde mit uns ein Kaufver­trag abgeschlossen, der die Grund­lage für die Schaf­fung von 26 weit­eren Genossen­schaftswoh­nun­gen bildet und den erfol­gre­ichen Abschluss eines zwei­jähri­gen Engage­ments markiert. Diese wer­den langfristig bezahlbaren Wohn­raum in einem sich stark wan­del­nden Stadt­teil bieten.

Ein entschei­den­der Meilen­stein war die Zusage der Sen­atsver­wal­tung für Stad­ten­twick­lung und Wohnen im März 2025, der Selb­st­Bau e.G. För­der­mit­tel für den Erwerb bere­itzustellen sowie das Engage­ment der gesamten Haus­ge­mein­schaft gemein­sam den notwendi­gen Genossen­schaft­san­teile für das Pro­jekt zu sam­meln. Dieses Pro­jekt zeigt erneut ein­drucksvoll, wie durch gemein­schaftlich­es Han­deln und genossen­schaftliche Struk­turen Wohn­raum dem speku­la­tiv­en Immo­bilien­markt ent­zo­gen und dauer­haft sozial gesichert wer­den kann – auch am Oranien­platz in Kreuzberg.

Wir begrüßen unsere neuen GenossIn­nen in XBerg und freuen uns sehr, dass ihr nun Teil der Selb­st­Bau sein 🙂

mehr Infos zum neuen Pro­jekt unter: https://kuchenkaiserhaus.de

Tuntenhaus bleibt!

Stiftung Edith Mary­on und Selb­st­Bau ret­ten im Schul­ter­schluss das
Tun­ten­haus

Das Tun­ten­haus in der Kas­tanien­allee 86 ist seit den frühen Neun­zigern ein Zuhause und ein Gemein­schaft­sort für queere Men­schen in Berlin und heute eine der let­zten Bas­tio­nen gegen Gen­tri­fizierung in der Stadt. Durch den Sanierungsrück­stau im Haus kon­nte der Bezirk ein bezirk­lich­es Vorkauf­s­recht begrün­den. Nach inten­siv­en drei Monat­en und dem hart­näck­i­gen Engage­ment der Bewohner*innen und ihrer Com­mu­ni­ty kon­nte die Selb­st­Bau in enger Zusam­me­nar­beit mit der Stiftung Edith Mary­on eine Finanzierung mit dem Sen­at erar­beit­en, die den Erwerb durch die Stiftung sowie die umfassende Sanierung durch bei­de Part­ner sich­er­stellt. Darauf auf­bauend wurde am 15. Mai das Vorkauf­s­recht erfol­gre­ich aus­geübt.

Die Selb­st­Bau gewin­nt mit dem Tun­ten­haus ein weit­eres tolles Haus­pro­jekt im Pren­zlauer Berg und span­nende genossen­schaftliche Nachbar*innen für unsere Mit­glieder in Kas­tanien­allee und Oder­berg­er­straße. Und sie sichert dauer­haft ein einzi­gar­tiges Stück Berlin­er Kul­turgeschichte und Schutzraum für queere Men­schen. Sie übern­immt damit erneut woh­nungspoli­tis­che Ver­ant­wor­tung für Berlin, den Kiez und weniger priv­i­legierte Men­schen.

Text: David Robot­h­am, Fotos: Tun­ten­haus

taz-Artikel zum The­ma: https://taz.de/Queeres-Hausprojekt-in-Berlin/!6007800

Tun­ten­haus im Web: https://www.kastanie86.net